The Thermals

Album: „Personal Life“

VÖ: 10.09.2010

Single: „I Don’t Believe You“

VÖ: 15.10.2010

Label: Killrockstars

Vertrieb: Cargo Records

 

In sieben Jahren und auf vier Alben haben sich die THERMALS mit Inbrunst und Leidenschaft über Religion, Politik und Tod ausgelassen. Krasse Themen, die die THERMALS ohne falsche Bescheidenheit so souverän ansprachen, dass der Rest der Post/Punk/Pop/Power-Gemeinde nur mit offenem Mund daneben stehen konnte. Auf ihrem fünften Album rüsten die THERMALS zum Krieg (und vielleicht auch zum Sieg) gegen das tiefgründigste und düsterste Thema der Kunst: die Liebe. Dabei ist es natürlich nicht so, als hätten die THERMALS noch nie über die ganze Palette von Emotionen, die Liebe los tritt und missbraucht, gesungen, gesprochen oder geschrien. Jedes THERMALS Album versammelt zumindest zwei oder drei Songs, die eine kurze Atempause vor der Paranoia namens Liebe bieten, aber ein ganzes THERMALS Album über Liebe, Verlust und Lügen gab es noch nie! „Personal Life“ ist mehr als nur ein Album über die Liebe; es ist ein Album über Beziehungen. Es handelt von der Idee der Verbindung zwischen zwei Menschen – die Verbindung aufbauen, die Verbindung kappen oder die Verbindung einfach nur vortäuschen.

Die ersten drei Songs auf „Personal Life“ benutzen den Sprachschatz von Lust und Liebe. „I’m Gonna Change Your Life“, „I Don’t Believe You“, „Never Listen To Me“ – das sind (mit allen Vor- und Nachteilen, die das impliziert) die Sätze, die Liebende zueinander sagen, seit Adam und Eva seinerzeit entdecken, dass es im Paradies auch andere Beschäftigungen gab, als nur den lieben langen Tag Früchte zu essen. Diese Songs leiten die „Geschichte“ (eine adäquatere Bezeichnung gibt es leider nicht – „Personal Life“ ist nur ein Konzeptalbum in dem Umfang, in dem es auch die letzten beiden Alben waren. Was heißt, dass es nicht wirklich ein Konzeptalbum ist. Aber irgendwie auch schon.) ein. Das Album mag optimistisch und vielleicht noch arrogant beginnen, doch im zweiten Song zeigen sich schon die Probleme am Horizont. Das Drama beginnt und jeder von uns, der schon einmal geliebt hat, weiß, dass es kein Zurück mehr gibt, sobald das Drama einmal angefangen hat.

In den nächsten drei Songs geht es um die Gemeinsamkeiten zwischen Politik und Emotionen. Die Macht, mit der man auf politischer Ebene wedelt, unterscheidet sich nicht groß von der Macht, die man in einer Beziehung anwendet. Einer muss immer am längeren Hebel sitzen. Wer den Kürzeren zieht, fragt sich, wie er an die Macht kommt. Und wer an der Macht ist, fragt sich konstant, wie lange er es noch aushalten kann: „Wie bin ich hier hingekommen und wie halte ich die Position? Verdiene ich es? Ist mein Machthunger befriedigt?“ Manchmal ist es gar nicht so toll, genau das zu bekommen, was man sich gewünscht hat: „Power Lies“!

Das letzte Drittel von „Personal Life“ richtet sich wieder direkt an den Hörer. „Only For You“, „Your Love Is So Strong“ und „You Changed My Life“ entspringen wieder dem wahren Leben, auch wenn diese Versionen hier durchaus sarkastischer zu Werke gehen. „Personal Life“ ist das Indie-Rock-Äquivalent einer brillanten, aber schlussendlich dem Untergang geweihten Liebesaffäre. Eine wunderschöne, turbulente Erfahrung, die einen mit verinnerlichten Lektionen über das Leben und die Liebe zurücklässt.

Das Album ist zudem eine retro-technische Errungenschaft. Produzent Chris Walla (DEATH CAB FOR CUTIE, TEGAN AND SARA) nahm die THERMALS exakt so auf, wie er auch „Fuckin‘ A“ von 2004 produzierte. Die Band wurde live auf Tape (zumindest meistens) gebannt; das Album wurde auf Tape gemischt. Die Sorgfalt, mit der sich Walla „Personal Life“ widmete, sorgt für nicht nur für Entzücken beim audiophilen Hörer (das Vinyl wurde direkt vom Tape gemastert), sondern auch bei denen von uns, die Musik über grottige Kopfhörer und billige Lautsprecher hören.

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