The Intersphere

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THE INTERSPHERE

Album: Relations In The Unseen
VÖ: 07.03.2014
Label: Long Branch Records
Vertrieb: SPV

 

 

 

Weg vom Plastik. Weg vom leblosen Dance-Gewummer. weg von der seelenlosen Bullshit Parade auch innerhalb der Rockszene. Statt auf Formeln und Formate haben The Intersphere sich immer auf ihre Herzen und Hände verlassen. Damit verschieben sie die Grenzen anspruchsvoller Rockmusik vorwärts gen Horizont wie wenige andere deutsche Bands der letzten Jahre. Auch die Zeit arbeitet für The Intersphere, ja ergreifende Rockmusik auf hohem Niveau überhaupt. Sänger und Gitarrist Christoph Hessler resümiert: „Gute Musik hat es zu jeder Zeit gegeben, aber ernst gemeinte und authentische Musik scheint gerade besonders hoch im Kurs zu stehen. Wir haben das an unseren Konzerten kürzlich als Support von Karnivool bemerkt – vor drei Jahren haben wir mit ihnen im Durchschnitt vor 250 Leuten gespielt. Die letzten Konzerte waren mit bis zu 1200 Zuschauern fast alle ausverkauft.“  Der beeindruckende Erfolg des letzten Albums „Hold On, Liberty!“ hat seinen Teil ebenso dazu beigetragen wie zahlreiche Liveshows und Festival-Auftritte u.a. bei Rock Am Ring.  Hinter den intensiven, schweißtreibenden Liveshows von The Intersphere stehen vier hart arbeitende Musikerpersönlichkeiten, deren Fähigkeiten über rein spielerische Skills hinaus weit in den Bereich der Komposition und Produktion hineinreichen. Alle diese Facetten hört und sieht man auch dem vierten Album „Relations In The Unseen“ an, das in seiner Reichweite als künstlerisches Rock-Gesamtkunstwerk durchgeht. An den richtigen Stellen darf’s daher auch ein bisschen mehr sein: „Relations In The Unseen ist wesentlich größer instrumentiert als frühere Alben von uns. Wir haben uns den Freiraum dafür im Vorfeld aber auch selbst ge- schaffen, indem wir die Arrangements spartanisch und roh belassen haben“, erzählt Hessler, der nach der Vorproduktion des Albums im eigenen Aschaffenburger Studio auch federführend bei der Produktion war. Der immense Wert des Spielens und Experimentierens konnte so optimal in das vierte Album von The Intersphere einfließen – und Spielzeuge fanden sich im Studio mehr als genug: „Das war schon ein Paradies. Unser Engineer Wolfgang Manns sammelt elektronische Kisten aus sämtlichen Jahrzehnten. Da stapeln sich Moogs und seltsame Dinge wie ein Omnichord, von dessen Existenz wir nicht einmal wussten. Manches davon ist auf der Platte gelandet. Manchmal haben wir uns auch einfach die Zeit damit vertrieben.“  Düstere Klangkosmen wie Out Of Phase bringen es auf ganze 140 Mixspuren, ohne dabei die typische Stringenz und Eingängigkeit von The Intersphere aus dem Fokus zu verlieren. Hessler: „Etwa fünf Songs sind ganz heftig instrumentiert, mit Glockenspiel, aufwändigen Backing Vocals und echten Streicherarrangements. Jeder von uns hat ein bisschen weniger an seinem Instrument gemacht – was aber in unserem Kontext immer noch einiges ist.“   Doch auch ihre Ecken und Kanten haben The Intersphere nicht verloren. Eine aggressive Ansprache der Gitarren und die kontrapunktischen Bassläufe von Sebastian Wagners finden sich in Joker genauso wieder wie in Capitall – einem Song von Hold On, Liberty! der längst zum Konzert-Highlight geworden ist. Ein besonderer Stellenwert wurde auf Relations In The Unseen dem Gesang eingeräumt, erzählt Hessler: „Früher ist der Gesang erst spät dazugekommen und hat sich an den Riffs und Instrumentals orientiert. Das haben wir dieses Mal genau umgekehrt gemacht.“   Textlich befasst sich Relations In The Unseen mit Dingen im Verborgenen, die unser aller Fühlen, Denken und Handeln beeinflussen. Jeder Tag bietet zahllose Gelegenheiten dazu – unsichtbar, unbewusst, über Distanzen, Zeiträume und Dimensionen hinweg. Die beeindrucktesten Erfahrungen waren dabei persönliche Extremsituationen wie Hesslers Begegnung mit dem Tod, der in „Tonight“ thematisiert wird. „Nicht alle Texte basieren auf persönlichen Erfahrungen, aber die meisten schon. Die Medien verwerten Ereignisse oft auf einer vordergründigen Ebene, weil da das größte Aufsehen erregt werden kann. Ein herrenloser Koffer am Bahnhof wird erst mal zum Terrorakt erklärt – auch wenn letztlich nur Unterwäsche drin ist. Solche Reflexe verraten natürlich viel über unsere unterschwelligen Ängste und die Zusammenhänge, die unser Denken und Fühlen beeinflussen. Der Song ‚Panic Waves’ befasst sich damit: Hetze, Übertreibungen und Ablenkungen von den wirklich wesentlichen Dingen.“  Mit Relations In The Unseen gelingt The Intersphere die Rückkehr zu sich selbst – und zu den wirklich wesentlichen Dingen der Musik.

 

The Intersphere - Hold on, Liberty!

 

THE INTERSPHERE

Album: „Hold On,Liberty!”
VÖ: 20.01.2012
Label: Long Branch Records

Vertrieb: SPV

 

 

 

Stellen wir uns vor die Jungs von The Intersphere wären Kuttenträger: Dann prangen auf diesen ausgefransten Jeans-Westen nicht nur Patches mit den Heroen rockiger Gitarrenmusik. Daneben zieren die Brustregion die Konterfeis der Pop-Sterne, am Po hängt ein „I Love Disco“-Aufkleber und oberhalb des Nabels steht riesengroß: Beatmusik aus England. Die Mütze mit Teufelshörnern verträgt sich zudem wunderbar mit einem Sticker mit der Aufschrift Prog. An den Hosenbeinen herunter schlängelt sich ein verwaschener Patch mit dem Slogan „Ambient“. Doch The Intersphere sind mehr als ein Mash-Up einzelner Stile. Die Band ist 2012 das Ergebnis einer sechsjährigen Reifeperiode, die von über 350 Liveshows und der Suche nach der idealen Mischung aus Energie, Schöngeist und komplexer Songdienlichkeit durchzogen ist. Vom juvenil-ungezügelten Debüt zum atmosphärisch-dichten Zweitwerk, vom Jugendzentrum zu Rock am Ring. Vorläufige Höhepunkte: 2011 als Support der Alternative-Progger Karnivool und als Headliner auf der „Complexity Is Dead“-Tour. Die Horus-Studios in Hannover dienen als perfekte Umgebung um die Platte einzuspielen und zu produzieren. Dabei nageln die vier Musiker innerhalb von 7 Tagen das Album erstmals komplett live aufs Band und verzichten auf Schönheitskorrekturen, um die Rohheit und Energie ihrer Liveauftritte adäquat einzufangen. Um das Klangspektrum zu erweitern, experimentiert man auch mit anderen Instrumenten. Dennoch verzichten die Jungs auf Dosensounds und schicken die alten, klapprigen Rhodes und Pianos, die eingespielten Streicher und die natürlichen Hallräume durch allerlei Verstärker und Soundmodulatoren. In letzter Konsequenz wurde die Platte von Arne Neurand gemischt und von Alan Douches (u.a. Converge, Thrice, Mastodon) gemastered. The Intersphere wirken auf vielschichtigen Ebenen. Die Musik verkörpert nicht Hass oder Liebe, sondern vermittelt authentisch, dass eines ohne das andere nicht existiert. „Parallel lines“ vereint 50 Jahre Rock-Historie: Mit viel Raum zum atmen, detailreichen Arrangements und kristallinen Gesangslinien driftet die Musik – vergleichbar der Drogen geschwängerten, orchestralen Überleitung im Beatles-Klassiker „A Day In The Life“ – über eine spacige Klangkollage in einen von Streichern und Akustik-Gitarren geprägten Wachtraum. Das Ziel ist klar gesteckt: Songs zu schreiben, die hängenbleiben. Melodien zu kreieren, die in Refrains aufgehen, die eingängig sind und Schönheit verbreiten. Melodien, die eine Sogwirkung entfachen, die Dich in die vielschichtigen Wirkungsebenen von Text und Musik ziehen. Denn neben viel Zucker, gibt es mannigfach Haken und Dresche. „Sleeping God“ türmt sich zu einem groovigen Riff-Monstrum auf, dass brachial-karthatische Streicheleinheiten verteilt und den Hörer garantiert mit Nackenschmerzen und einem wohligen Schauer versorgt. Die Freiheit, um die die Band heute ringt und mit dem Albumtitel ein Statement hinterlässt, ist heutzutage zwischen gesellschaftspolitischen Bestrebungen und zweifelhaftem Revoluzzertum zu einer inflationär gebrauchten Worthülse verkommen. Inmitten von Zwängen, Diktaten und Gesetzen einen Platz zu finden, eine Insel von Scheinfreiheit zu kreieren, einen Mantel um die grassierende Unsicherheit zu legen, das sind die Themen, die Christoph in sein Notizbüchlein kritzelt und in Texten konserviert. Bemerkenswert ist die einem Gesamtkunstwerk gleichkommende Einheit von Musik und Lyrics. „Capitall“ katapultiert Dich, von einem musikalischen Stakkato-Gehämmer als Startrampe ausgehend mit Hyperantrieb in die Schwerelosigkeit. Ein Hybrid zwischen Rock und Pop. Der Schwerelosigkeit folgt der freie Fall. Dem Schlag in die Magengrube folgt die Ausschüttung von Endorphinen. Eine treffende Umsetzung des kapitalistischen „Höher, Schneller, Weiter“-Denkens, das mit fast beängstigender Zwangsläufigkeit zum Kollaps führt. The Intersphere klingen 2012 musikalisch gebündelter denn je. Das Kollektiv wirkt wie ein Prisma. Die Musik trifft auf die Ohren, bricht dort Bahn und löst wahre synästhetische Begeisterungsstürme aus. „Masquerade“ dürfte in Zukunft mit seiner melodiösen Unmittelbarkeit mühelos die großen Stadien füllen. Doch The Intersphere sind keine Hipster. Hinter der Fassade verbirgt sich ein klangliches Multiversum. Die Klassikerwirkung entfacht die Band mit einer Subtilität, die vergleichbaren Acts wie Muse, Dredg, Thrice oder Incubus in nichts nachsteht. Homepage von Intersphere  Facebook von Intersphere 

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