Luxuslärm

Luxuslärm
Album: So laut ich kann
VÖ: 29.01.2009
Single: Vergessen Zu Vergessen
VÖ: 26.11.2010
Label: Die Opposition
Vertrieb: Intergroove

Es gibt Bands, die sich Superstars schimpfen und noch nie vor einem Publikum gestanden haben, das ihretwegen Eintritt bezahlt hat. Und es gibt Musiker, die schon vor Tausenden zahlender Gäste gespielt, aber noch nie ein Studio von innen gesehen haben. Solche Musiker spazieren, nachdem sie doch irgendwann im Studio waren und nun ihr erstes Album vorstellen möchten, über keine roten Teppiche vorbei am Blitzlichtgewitter, sie mieten sich stattdessen einen Club in, halten Sie sich fest: Iserlohn, weil sie da nämlich herkommen, spielen ein tolles Konzert und verkaufen am Ende des Abends die Hälfte der Erstauflage ihres Albums. Doch wir greifen vor.
Also alles auf Anfang. 2003 gründete sich besagte Band, damals noch unter anderem Namen und nur mit Coverversionen bewaffnet. Seit 2006 spielt sie in jener Formation, die noch heute den Namen Luxuslärm trägt. „Wir fingen damals an, die ersten eigenen Songs zu schreiben“, erinnert sich Janine „Jini“ Meyer, die seither zwar nicht als einziges, aber schönstes Gesicht von Luxuslärm agiert, die vier Herren neben ihr mögen dies verzeihen. „Wir wollten Signale aussenden. Und irgendwann kamen die offenbar an, wir wurden angesprochen von jemandem, der einen Produzenten kannte.“ Kurz darauf lernten sie Götz von Sydow kennen, „und natürlich haben wir gedacht, oh Gott, was müssen wir jetzt für Klamotten tragen, welchen neuen Namen zwingt man uns auf?“ Götz aber fragte einfach nur „was wollt Ihr, wo wollt Ihr hin?“
Ein Jahr lang ließ er das Quintett sich ausprobieren, am eigenen Sound basteln, sich „zwischen Poprock und Heavy Rock einsortieren“, wie Jini sagt. Und wurde so zum sechsten Bandmitglied. Der erste Auftritt fand dann, ausgerechnet, bei einem Wettbewerb statt, „dem ’Rock It‘ in Gronau. Aber: Wir haben ihn gewonnen.“ Womit wir zurück wären beim Showcase in Iserlohn 2008. Danach gewann Luxuslärm den deutschen Rock- und Poppreis in gleich sechs Kategorien, 2009 folgte der Gewinn des 1Live Krone als bester Newcomer, da waren vom Album-Debüt schon 25.000 Stück verkauft.
Jini erzählt trotzdem von nichts Glamourösem, sondern lieber davon, wie ihre Band sich eine Zukunft jenseits aller Strohfeuer aufzubauen gedenkt. „Wir wollten auch jenseits Nordrhein-Westfalens wahrgenommen werden, also haben wir uns überall hin getraut.“ Zum ersten Konzert etwa in Stuttgart seien „noch gut 20 Leute gekommen, für die wir uns den Arsch abspielten. Ein Jahr danach haben wir dasselbe dann schon für 500 Besucher getan.“ Was mit dem ersten Longplayer „1000 km bis zum Meer“ so schön begann, findet seine Fortsetzung nicht etwa im sprichwörtlich schwierigen zweiten Album. Nachdem sich viele der frühen Songs „während der gut 150 Konzerte, die wir gespielt haben, spürbar verändert hatten“, sagt Jini, „fiel uns der Nachfolger nicht sonderlich schwer, zumal ja das selbe Team dahinter stand.“ Weshalb „So laut ich kann“ jetzt auch „fast so klingt wie unsere Liveshows. Selbstverständlich irgendwie. So natürlich wie auch unsere Texte auf deutsch, weil wir keine Barrieren zwischen uns und den Fans haben wollen.“
Luxuslärm ist im Wortsinn eine Band. Eine Band, die für ihr Video zu „Unsterblich“ noch ein Piano auf die A46 stellte und irgendwann in Brand setzte, „bis die Polizei kam und uns unerwartet höflich darum bat, die Autobahn wieder frei zu machen.“ Jini lächelt, „auf uns“, sagt sie, „warten nach dem Konzert die Leute, weil wir uns diese Riesenenergie der ersten Tage offenbar erhalten haben. Das heißt keineswegs, Kritik könne uns nicht erreichen.“ Ein kurzes Räuspern, „aber Klugscheißer, die brauchen wir definitiv nicht mehr.“ Da kann man nur nicken wie ein Wackeldackel auf der Hutablage. Bloß weniger willenlos. Die Welt kann gar nicht genug Luxuslärm bekommen.

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