Jewish Monkeys – „Mania Regressia“

 

GLOBAL WARMING TOUR

„A wacky bulesque punky Rock band
Yiddish music meets the Marx Brothers
Wo die acht Musiker aus Tel Aviv auftreten, wird es wild, frech und überraschend. Erstaunlich, denn ihre Geschichte begann im Knabenchor der Frankfurter Synagoge. Hier nämlich lernten sich Doktor Boiko und Jossi Reich kennen und wurden lebenslange Freunde. Jahre später – inzwischen waren beide nach Israel ausgewandert – entstand zusammen mit Gael Zaidner jenes köstlich respektlose Gesangstrio, das sich den Namen „Jewish Monkeys“ gab und von Posaune, Akkordeon, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug begleitet wird. Bewaffnet mit politisch inkorrekten Texten und einem ausgeprägten Sinn für Unsinn verbreiten sie Marx-Brothers-mäßigen Tumult. In ihren Kon­zerten holen die Jewish Monkeys mit englisch-sprachigem Balkan-Klezmer-Rock und tabulosen Texten zum satirischen Befreiungsschlag aus. Der Sound ist mitreißend und die Texte machen selbst vor Themen wie der Gier nach Erdöl, Klimaerwärmung, prügelnden Vätern und dem Nah-Ost-Konflikt nicht halt. Ein guter Teil ihrer Lieder sind auf Jiddisch und, wie von ihnen nicht anders zu erwarten ist, eher frivole und sozialkritische Songs.
Anfang 2014 hierzulande noch völlig unbekannt sollte sich das schnell ändern: Ihre Konzerte im Frühjahr und die von einer Tour begleiteten Veröffentlichung des Album „Mania Regressia“ im Herbst 2014 fanden ein gewaltiges Medienecho. Spiegel, SZ, FAS, Welt, Magazine, Radiosender und TV wie auch die Besucher der Konzerte waren von der Spielfreude und der mit Humor ver­pack­ten Botschaft der Jewish Monkeys begeistert. Ihre Tournee im April 2015 ging unter dem Titel „Springtime for Hinkel“ durch den Osten Deutschlands, nach Berlin (Volksbühne Roter Salon) und Hamburg (Kampnagel).

»Global Warning« Tour 2016
17.05.2016  D-Jena, Café Wagner
18.05.2016  D-Krefeld, Kulturrampe
19.05.2016  D-Köln, Underground
20.05.2016  D-Frankfurt, Ort tba
21.05.2016  D-Kassel, Staatstheater 22 Uhr
22.05.2016  D-Nürnberg, Israelitische Kultusgemeinde

Jewish Monkeys sind:
Roni Boiko: Vocals
Jossi Reich: Vocals
Gael Zaidner: Vocals
Ran Bagno: Akkordeon & musical director
Yoli Baum: Bass
Haim Vitali Cohen: Gitarre
Vered: Drums
Arnon de Botton: Posaune

Jewish Monkeys live
Passing Clouds/London: https://vimeo.com/124914834
Titina: http://vimeo.com/108158534
Luba Lubavicher: http://vimeo.com/107131435

Die viel diskutierten Videos der Jewish Monkeys auf Jew-Tube
Weltfrieden und Nahostkonflikt:

Gier nach Öl, Klimaerwärmung:
„Caravan Petrol“

Kritik an religiösen Ritualen und Geschlechterrollen in HipHop- & R’n’B-Videos:
„Black But Sweet“

Album
Jewish Monkeys: Mania Regressia (Greedy for Best Music/Indigo)
Albumstream & Live tracks: http://www.jewishmonkeys.com/#!music/cc4a
Biografie

Jewish Monkeys – wie bitte? Die Frage schießt unwillkürlich in den Kopf. „Juden dürfen sich selbst so nennen“, antworten die Jewish Monkeys kopfschüttelnd. Den Namen sollte man besser nicht im “Urban Dictionary” nachschlagen, denn dort ist ein Jew Monkey:
„A gay Jewish man with a long nose who likes to bring young boys home to his place, then rob them after he kills them.” „Aber sicher, wir sind auch Spezialisten im Brunnen­ver­giften“, fällt ihnen spon­tan dazu ein. Der Ton ist also schon im Namen gesetzt. Es geht um Verwirrung, Humor und Spaß, wie man ihn von den Marx-Brothers kennt – oder von Woody Allen, Larry David und Seinfeld. Ob dieser Humor nun ein speziell jüdischer sei, lassen wir einmal dahin gestellt, denn ist es letztendlich nicht gleichgültig, aus welcher religiösen oder ethnischen Perspektive agiert wird?

Halten wir uns an die Fakten: Die Jewish Monkeys kommen, wie andere Undergroundbands (Asaf Avidan, The Apples und Boom Pam), aus der am Mittelmeer gelegenen, lebensfrohen und exzentrischen Metropole Tel Aviv. In ihrem Zentrum steht ein aus Roni Boiko, Jossi Reich und Gael Zaidner gebildetes Gesangstrio. Der als Veterinär arbeitende Roni Boiko und der Schriftsteller und Social Entrepreneur Jossi Reich, die in den 70ern Freundschaft geschlossen hatten, trafen jetzt drei Jahr­zehnte später beim Jammen im neuen Heimathafen Tel Aviv auf den Psychologen Gael Zaidner. Von dessen Talent für Gesang und Komik inspi­riert, gründeten sie die Band. Ran Bagno, ein international renommierter Arrangeur und Komponist für Ballett-, Theater- und Filmmusik, professionalisierte das anarchische Ideen-Chaos der drei ADHS-gestörten Spätstarter.

Als erste Backingband bot sich Boom Pam an, eine Kultband, die wie kaum eine andere für den Schmelz­tiegel Tel Aviv steht. Ihr einzigartiger ekstatischer Stilmix aus der Musik des Mittelmeeres, des Balkans und Griechenlands, versüßt mit jüdischen Melodien und angereichert mit fettem Surf-Rock und schräger Zirkus­musik, war offen genug, das richtige Bett für die drei schrägen Vokalisten zu bilden. Im Laufe der Produk­tion nahm die aktuelle Live-Band Form an: Yoli Baum, ein Bauunternehmer, der früher schon einen Club besaß, nahm die Chance wahr einerseits wieder seinem Lieblingsinstrument, dem Bass, zu huldigen und andererseits eine richtige Band aufzubauen. Ihre Mitglieder formen eine mittlerweile fest zusammen­ge­schweißte Band, die im Jahr 2014 mit Bravour schon zwei umjubelte Tourneen durch Deutschland und Österreich absolvierten. Beharrlichkeit und Schrägheit zahlen sich also aus. Die Charaktere der Begleit­mu­siker sind übrigens nicht weniger schillernd: Neben dem schon genannten Ran Bagno am Akkordeon und dem Bassisten Yoli Baum, der sich wie ein russischer Gangster gerierende aber im Herzen der verletze Sohn eines den Holocaust-Überlebenden ist Henry „The Rose“ Vered, ein ziegenbärtiger Drummer und Hard­rocker in Erbfolge. Der Gitarrist und DJ Haim Vitali Cohen ist als Spross einer religiösen Familie in der israe­lischen Wüstenmetropole Beersheba aufgewachsen und verließ die Idylle, um in Tel Aviv eine links­radikale Untergrundberühmtheit zu werden. Posaunist Arnon de Botton weiß nicht so recht, warum seinen Vor­fahren dieser adelige Name verpasst wurde.

in den Medien

Hätte Hitler nicht den Krieg fast gewonnen, würde jüdische Popmusik so klingen: naturstoned, schnell und wahnsinnig melancholisch.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 06.07.2014

Sinn für Unsinn: Die Anarcho-Klezmer-Band Jewish Monkeys!
DLF Corso, 10.09.2014

Spritzig, respektlos, jüdischer Humor vom Feinsten. Ein wilder, kultiger Stilmix aus Klezmer, Balkan und Rock.
3Sat-Kulturzeit, 03.09.2014

Die Unanständigkeiten der Weltpolitik nehmen sie genauso dreist aufs Korn wie Klischees der eigenen Kultur, Raffi­nesse und Anarchie gut gemischt. Filmhelden wie Woody Allen lassen grüßen, allerdings mit musikalisch-hochwertiger Partylaune.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2014

Auf ihrem Album „Mania Regressia“ spielen die Jewish Monkeys mit jüdischen Klischees und antisemitischer Wirklich­keit. Diese Post-Klezmer-, Post-Pop-, Post-Alija-Band aus Tel Aviv hat ein Album gemacht voller Liebe, Wut und guter Laune, das so heißt, wie sie selbst sind: zart zerstörte Kindsköpfe, und das eine Art Soundtrack bietet für die Panik­attacken unserer Tage. „Mania Regressia“ ist damit mehr als die Musik, die es da zu hören gibt, alte und eher abwe­gige Songs mit neuem geopolitischem Feuer wie „Caravan Petrol“ oder der satirische Hit „Johnny is the Goy for Me“, ein großes heiter-verzweifeltes Gelächter am Rand des Abendlandes.
Spiegel Online, 05.09.2014

Ihre Liebeslieder sind schön versaut, voller ungewöhnlicher Gefühlsbeschreibungen und virtuosem Klamauk. Die Jewish Monkeys frönen dabei einem Hang zu trashigen Hits, in deren erneuertem Songtext dann die Sprachen – Jiddisch, Deutsch und Englisch – wild durcheinandergehen. Eine wirklich internationale Truppe!
Kulturnews, 09/2014

Im reichen Neurosengarten voll von Selbstironie, überfürsorglichen Müttern und Minderwertigkeitskomplexen pflücken die Jewish Monkeys die Blumen für ihr Klischeebouquet. Sie sind vulgär, sie provozieren, sie jagen ihre Hörer aus den gemütlichen Komfortzonen des Lebens. Und sie bringen sie zum Tanzen. Denn die Klezmer-Kapelle auf der Überholspur ist vor allem eine phantastische Live-Band im Punk-Modus. Die Posaune feuert heiße Salven auf die Sänger, die Gitarre schubst die Band mit ihrem drängenden Offbeat in Richtung Ska. Noch stärker als auf ihrer neuen Platte überwältigen live Raserei und Tollheit die Tradition. Auf dem anarchischen Höhepunkt des Abends schicken Reich, Boiko und Zaidner das berühmte „Banana Boat“ von Harry Belafonte in den Mittleren Osten, um der Region endlich den Frieden zu bringen.
Süddeutsche Zeitung, 15.09.2014

Im Tollhaus zogen sie alle Register: Vollbedienung für Kopf und Bauch. Sie bringen die Menschen mit vertrauten Mustern tanzbarer Balkanfolklore auf die Beine, und zwingen sie mit komplexen Rockarrangements und klagendem Schwermut zum Hinhören. Was sind die Jewish Monkeys? Eine politische Band? Pures Entertainment? Beides? Am Ende siegt das Entertainment. Der Saal wird von ekstatischen Tänzern übernommen.
Badische Neueste Nachrichten , 16.09.2014

Die unglaublichen Jewish Monkeys aus Israel stehen exemplarisch für die unermüdliche Experimentierfreude der jüdischen Musik. Mit spielerischer Leichtigkeit schaffen es die Jewish Monkeys, das jiddische Lied in einen druckvollen Alternative-World-Pop-Kontext zu übersetzten, der sie für jedes Indierock-Festival empfiehlt. Rasende Polka-Beats, Calypso, Rumba oder Gossenblues a la Tom Waits, garniert mit Posaune, Akkordeon und einer markanten Twang-Gitarre, geben den drei Sängern reichlich Schub, um ihre schrägen Spottgesänge mit Witz über die Rampe zu bringen. Ein hitziger Spaß, der das Publikum zu rasender Begeisterung treibt.
Nürnberger Nachrichten, 18.03.2014


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