Danko Jones – Never Too Loud (Radio Interview)

Stetiger wachsender Erfolg nach mehr als einem Jahrzehnt im Musikbusiness ist nur den wenigsten Bands vergönnt, aber wer mit einem Arbeitsethos wie Danko Jones ausgestattet ist, der belässt es halt nicht bei gleicher Qualität. Wer derart getrieben ist vom Rock, der muss sich immer wieder selber übertrumpfen.

Eigentlich verwunderlich, dass dem Trio aus Toronto bei all den obszön aufgedrehten Amps nicht schon lange die Ohren klingeln. Es scheint je näher sie dem vermeindlichen Hörsturz kommen, desto lauter und gewaltiger wird das jeweils nächste Album. Ihr neuestes Album, „Never Too Loud“, jedenfalls liefert genug empirische Beweislast für diese These. 11 satte Breitseiten unverwässerten Rocks gibt es dort zu hören, jeder Song ein ohrenbetäubendes Gebrüll.

Dabei fing alles ganz leise an. Ende 2006 beendeten Danko Jones mehr als 5 Jahre pausenlosen Tourens durch über 30 Länder auf 5 Kontinenten. Was wäre da also naheliegender als ein wohlverdienter und dringend benötigter Urlaub? Ein paar Pina Coladas am Strand von Acapulco vielleicht? Weit gefehlt, denn Danko Jones sind Workaholics und so entschloss sich die Band, ihren Urlaub auf die einzige ihnen vertraute Art und Weise zu verbringen: Musik machend! In ihrem winzigen Proberaum eingeschlossen schrieben sie Songs und feilten am neuen Album, das natürlich lauter denn je werden sollte. Und um dem im Urlaub entstandenen Material dann den nötigen Druck zu verpassen, begab die Band sich sogleich ins Studio 606 in Los Angeles, wo sie in zwei-monatiger Schwerstarbeit unter den wachsamen Augen der Produzentenlegende Nick Raskulinecz, (Rush, Foo Fighters, Coheed & Cambria, Stone Sour) „Never Too Loud“ aufnahm.

Das Ergebnis dieser Arbeit dürfte den nächsten Schritt Richtung Hörsturz für Danko Jones darstellen. Wer in „Never Too Loud“ reingehört hat, dem werden Assoziationen von Gehirnerschütterung und Schockzuständen kommen. Der Eröffnungstrack „Code Of The Road“ etabliert in bester Danko Jones Manier Tempo und Stimmung des gesamten Albums. Dann erzählen uns die alten „On The Road“-Profis in „City Streets“ und „Take Me Home“ ein paar Stories, die sie zwischen Torontoer Garage und Welteroberung so erlebt haben. Als Begleitung dazu greifen sie einmal mehr in die bewährte Sleaze-Kiste, um uns in „Let’s Get Undressed“ und „King of Magazines“ dreckig, erdig und rau vom Sex, Drugs und … na, ihr wißt schon … zu berichten. Wenn dann mit „Your Tears, My Smile“ noch punkig zur Achterbahnfahrt der Gefühle gerufen wird, erscheint die Midtempo-Nummer „Ravenous“ geradezu entspannend.

Bei soviel überbordernder Energie und einer Einstellung, die so authentisch und real ist, wie die von Danko Jones, wundert es nicht, wenn im Studio ein paar illustre Gäste vorbeikommen und musikalisch die Schultern klopfen wollen. Auf „Never Too Loud“ haben sich Punkrock Legende Pete Stahl (Scream, Wool, Goatsnake), und bereits zum zweiten Mal, Desert Rock Ikone John Garcia (Kyuss, Hermano) verewigt. Mit Garcia legen Danko Jones den stoneresquen Mammut-Track, „Forest For The Trees” vor, der mittig auf „Never Too Loud“ plaziert einen Höhepunkt der CD markiert.

Vor 26 Jahren gaben sich Kiss großkotzig und behaupteten, sie liebten es laut. Aber mal ehrlich, das war vor 26 Jahren. Diese Staffel haben sie bereits vor Jahren an drei junge Männer weitergereicht, die es nicht nur laut lieben, sondern laut LEBEN. Scheiß auf Ohrstöpsel, stürzt Euch in die neue Scheibe, denn zu laut gibt es nicht … It’s NEVER TOO LOUD!!!

Tracklist:
1. Code Of The Road
2. City Streets
3. Still In High School
4. Take Me Home
5. Let’s Get Undressed
6. King Of Magazines
7. Forest For The Trees
8. Your Tears My Smile
9. Something Better
10. Ravenous
11. Never Too Loud
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1. Über den wesentlichen Unterschied von „Never Too Loud“ zu den letzten Danko Jones Platten. Es gibt jetzt mehr Melodien, erstmals richtigen Gesang und unter Strich ein Album, das vom Hörer etwas Zeit zum reinkommen verlangt. Ein 100%iges Hard-Rock-Album.
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2. Darüber, dass Danko Jones sich schon immer so anhören wollten wie auf „Never Too Loud“. Früher war der Sound lauter und aggressiver, um bei denen Leuten besser im Gedächtnis zu bleiben. An den Sound der Danko Jones Vorbilder knüpft die Band erst jetzt wirklich an.
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3. Über den Track „Take Me Home“ der den Wandel der Band beschreibt, aber gleichzeitig zeigt, dass Danko Jones immer noch Rock sind.
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4. Früher waren Danko Jones mehr Punk-Rock, dabei sind Bands wie Kiss und Thin Lizzy seit eh und je die größten Einflüsse für Danko Jones gewesen. Deshalb ist der Gesang auf „Never Too Loud “ anders als einst.
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5. Vom Sänger einer Band wird am meisten Disziplin verlangt. Diese Erkenntnis hat das Leben von Danko Jones verändert. Ein disziplinierter Mensch, wenn es um seine Stimme geht.
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6. Nach den „Sleep Is The Enemy“ Touren Ende des Jahres 2006 hat die Band das erste Mal seit fünfeinhalb Jahren eine Auszeit genommen, die länger als drei Wochen andauerte. „Never Too Loud“ wurde ohne jeglichen Zeitdruck aufgenommen.
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7. Darüber, dass Danko Jones in Zukunft gerne wieder Spoken-Word-Shows geben würde, er aber eine Auszeit brauchte und festgestellt hat, dass viele Bekannte von ihm in Toronto dachten, er würde schon seit längerer Zeit nicht mehr dort leben, weil er nie da ist bzw. ständig tourte.
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8. Der Song „City Streets“ beschreibt die Erfahrungen, die Danko Jones in den letzten Jahren gemacht hat. Er hatte kein zu Hause mehr und kam sich in seiner Heimatstadt Toronto wie ein Besucher vor. Das Tourleben unterscheidet sich in vielen Punkten vom normalen Leben. Er musste sich z.B. daran gewöhnen, sein eigenes Essen zu machen.
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9. Über die Indie-Rock Szene in Toronto, über Feist, darüber dass Brandon von Broken Social Scene sein Mitbewohner war und das viele Musiker aus der Indie-Rock-Szene zu sehr auf Coolness achten und nie mit Nickelback touren würden, so wie es Danko Jones getan haben.
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10. Über die Bedeutung von Image für eine Rock-Band und darüber, welches Image Danko Jones hat und welche Erfahrungen er mit anderen Bands diesbezüglich gemacht hat. Es geht darum, man selbst zu sein. Und natürlich um die Musik.
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11. Was ist mehr Punk-Rock als mit Nickelback zu touren? Über Nickelback und die Erlebnisse, die sie während dieser Tour und mit den Nickelback Fans gemacht haben.
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12. Über den Unterschied der Plattencover vom letzten Album „Sleep Is The Enemy“ (weißes Cover) und „Never Too Loud“ (schwarzes Cover).
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13. Über die Plattentitel von sämtlichen Danko Jones Platten und darüber, dass es schlagwortähnliche bzw. sloganähnliche Titel sind, die für sich selbst sprechen.
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14. Welche Bedeutung LA, Stadt der Aufnahme von „Never Too Loud“, für die Band gespielt hat. In erster Linie hatten der kalifornische Lebensstil und das mexikanische Essen den größten Einfluss.
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15. Über die beiden Gastmusiker Pete Stahl und John Garcia in dem Song „Forest For The Trees“. Wie der Kontakt zu ihnen zu Stande kam und welche Bedeutung sie für Danko Jones haben.
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16. Darüber, dass Danko Jones Eltern bis heute nicht wissen, dass er in einem Sex Shop gearbeitet hat. Er erzählt aus dieser Zeit, denn während einer Schicht im Sex Shop lief das erste Mal eine Danko Jones Song im Radio.
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17. Welche Bedeutung Ruhm und Erfolg für Danko Jones spielt.
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Skript
Danko Jones IV skript.pdf


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