Christian Venus

Album: 3h morgen
VÖ: 11.07.2008
Single: Fussballstadion

VÖ: 27.06.2008

Christian Venus hat’s wirklich nicht einfach. Stets muss der 28-jährige Sänger, Gitarrist, Keyboarder und Songwriter seine EC-Karte, Führerschein, Organspendeausweis, Impfpass, Geburtsurkunde oder sonst wie anderweitig behördlich beglaubigte Schriftstücke zücken, um Skeptikern zu beweisen, dass er wirklich wie eine römische Göttin heißt. Nicht selten ist allerdings auch nach detailliertem Studium der vorgezeigten Belege bei den Zweifelnden eine unübersehbare Restungläubigkeit festzustellen – dies allerdings völlig zu unrecht: Der Mann heißt tatsächlich so und macht man sich einmal die Mühe, die Häufigkeit des Nachnamens Venus im Bundesgebiet zu recherchieren, so erfährt man dass dieser Name gar nicht so selten ist.
Ganz anders verhält es sich dagegen mit den Eigenschaften, die den gebürtigen Kieler und Wahl-Hamburger hinsichtlich einer etwaigen Befähigung zur Musik-Karriere auszeichnen. All jene, denen es vergönnt war Venus auf der Bühne zu erleben, ihn schwitzen, ihn abgehen zu sehen, wissen längst um Christians unleugbare Live-Qualitäten. Er gibt bei jeder Show alles, als gäbe es kein morgen mehr. Das kommt an!
Neben zahlreichen energetischen Live-Shows, nutzte Venus das letzte halbe Jahr, um die Songs seines Debütalbums „3 Uhr morgens“ abwechselnd in Göteborg, Hamburg und Berlin zur Vollendung zu bringen. Eine zeitliche Investition, die sich jedoch letztendlich auszahlte. „Ich bin froh, dass wir uns die Zeit genommen haben. Ich hab immer wieder neue Songs geschrieben, die der ganzen Sache noch weitere Impulse gegeben haben und somit andere Songs vom Album verdrängt haben“. sagt Christian heute.
Über das Songschreiben hinaus fungierte Venus auch selbst als Produzent auf seinem Debüt-Album. Unterstützung bekam er hierbei von den beiden Produzenten David Jost & Christian Fleps die u.a. schon für Virginia Jetzt!, Faith Hill, Brian Molko arbeiteten. „Neun Monate mit Unterbrechungen“ schlug Christian sich die Studionächte um die Ohren und werkelte an den zwölf Stücken des Venus-Erstlings – eine für ein Debütalbum vergleichsweise lange Zeit, die der junge Hamburger trotz Majordeal mit diversen Überbrückungsjobs zwischenfinanzieren musste.

Er weiß gar nicht mehr, so Venus, mit „wie vielen beschissenen Jobs in den letzten Jahren“ er Miete und Brötchen verdienen musste, um den Rest seiner Zeit einzig und allein mit Musik und Songwriting verbringen zu können.
Bis auf einen Song an dem er gemeinsam mit einem ehemaligen WG-Mitbewohner in Göteborg arbeitete, wurde das Album von jener Band eingespielt, die sich bereits zu seiner Schulzeit um ihn formiert hat und später während seiner Zeit an der Hamburger Musikhochschule, um Bassistin Sonja ergänzt wurde.
Ohne detaillierte Roadmap und mit einem sich bewegenden Ziel vor Augen textet sich Venus instinktiv um sein Leben. Ob über Geldautomaten, die einem beim Geldabheben mit schallendem Gelächter die zerschnittene EC-Karte ins Gesicht zurück spucken, über Beziehungs-Endstationen, Blindflügen durch die Nacht oder dem Sprung ins Leben ohne Schiss vorm Abschmieren.

www.christianvenus.de


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