206

206
Album: Republik der Heiserkeit
VÖ: 25.02.2011
Label: ZickZack / What’s So Funny About
Vertrieb: Indigo

Luftanhalten. Augenreiben. Wachwerden. Und versuchen, diese atemlose, wütende Eruption zu begreifen. Seit eineinhalb Jahren haben 206 die Republik auf diversen Festivals und als Support u.a. bei Turbostaat, The Kills, (The) International Noise Conspiracy oder Jochen Distelmeyer in Aufregung und Erwartung gespielt. Jetzt ist das Debutalbum von 206 da: REPUBLIK DER HEISERKEIT.

206 sind Sänger, Texter, Gitarrist Timm Voelker, Bassist Leif Ziemann, Schlagzeuger Florian Funke. Eine Band, auf die viele gehofft haben und um die jetzt mehr als diskutiert wird. Eine neue Band aus Leipzig. Wie sie das Leben dort erfahren haben, wie sie es dort heute aushalten, davon schreit und flüstert der 23jährige Timm Völker in seinen oft verstörenden Texten. Mit fast lebensbedrohlich wirkender Wortwahl und Intensität berichtet er von einer Jugend, die nicht mehr „da“ ist („Der Junge von heute“), von einer irrlichternden Figur namens „Baader“, von Menschen, die Kiepen mit Kohlen tragen („Hallo Hölle“) und von einem Menschen, der stolz ist auf seine Armut, weil er nichts Anderes hat („Goldjunge“). Und 206 setzen unvergleichliche Meilensteine wie „Kratzer To The Top“ und den faszinierenden Titelsong „Republik der Heiserkeit“. 14 scharfzüngige Beobachtungen gesellschaftlicher Minenfelder. 14 Bruchstücke aus einer Republik, mit denen sich keine neue errichten lässt. Jenseits abhanden gekommener Identität und Perspektive lassen sie aber Hoffnungen auf eine andere Welt erahnen.

Timm Voelker gibt nicht den Jammerlappen und nicht den Messias. Er beschreibt in bisher nicht gekannter Dichte, was heute ist. 206 machen keine marktstrategische Inszenierung. Diese Band bricht los, fackelt ab, kotzt raus, direkt und derb. Sie wütet in der trügerischen Selbst-Zufriedenheit des Zuhörers. Meilenweit weg von den sentimentalen, hohlen Posen der Mehrzahl jüngerer, deutschsprachiger Bands. Diese Musik klingt, als würden Bauhaus mit einer Adrenalinspritze im Großhirn eine Art explodierenden Blues spielen, der durch die Straßenschluchten einer zerfallenden Metropole hallt. Hat man so noch nicht gehört. Und Timm Völker bringt sich und das Publikum nicht in Sicherheit. Er polarisiert, verunsichert, fasziniert.

Tobias Levin war die Wahl der Band als Produzent. Er hatte den Enthusiasmus, den Mut und die Zeit, das Energiebündel 206 so energetisch und transparent wie möglich zu gestalten. Letztlich logisch, dass 206 nun auf ZickZack veröffentlichen, dem Label, das seit 1980 im Westen wie im Osten immer nach ungewöhnlicher, aufregender Musik sucht. Von hier aus geht es weiter. Verfolge den Prozess. Wir haben lange auf eine Band wie 206 gewartet. Jetzt werden wir noch lange darüber streiten und uns darüber freuen. Ab März 2011 auf Tournee durch die Republik der Heiserkeit.

DAS SAGEN ANDERE:

„Wäre diese Band ein Gewehr, sie hätte einen abgesägten Lauf.“ (Uni-Spiegel)

“(…) Mit bemerkenswerter Unruhe sprechschreien 206 und wärmen sich am Feuer aus brennender Aktualität.“
(Intro 3/11)

“Düster…wie X-mal Deutschland…kantig wie Abwärts. 206 hauen einen um.“
(Uncle Sally’s 3/11)

“So erscheint Republik der Heiserkeit als eine Art späte Ossi-Antwort auf Reformhölle [von Cpt. Kirk &], das ja ein zorniges Konzeptalbum zum Thema „Währungsunion aus Hamburger Sicht“ gewesen ist…Im historischen Kontext werden die Songs entschlüsselbar und lassen dieses Debüt durchaus zur postsozialistischen Diskursplatte wachsen.“
(Spex 3/11)

“206 ist mit großer Wahrscheinlichkeit die einzige Band in diesen Tagen, die in der Lage ist, deutsches Befinden präzise, kompromisslos, klug und ohne eitlen Zauber abzubilden. Album des Monats“
(Vice 3/11)

“Republik der Heiserkeit ist eine hitverdächtige Wutplatte, deren Songs hell, heiß und schnell verbrennen, immer wieder. Platte des Monats“ (Hamburg Pur 3/11)

“Republik der Heiserkeit ist das derzeit wohl nachdenklichste all der kampfeslustigen Angebote im deutschsprachigen Gitarrenrock…“ (Jan Freitag Die ZEIT 3/11)

“ (…)Zackiger Sound, den sie sich vermutlich bei Bands…wie den deutschen Fehlfarben oder der britischen Gang Of Four abgeschaut haben. 206 haben aber ein bisschen mehr Wumms als die Vorbilder.“
(Tobias Rapp UniSpiegel 1/11)

“ (…) Die Songs schneiden sich mit Text und Klang messerscharf durch Gehör und Kopf…schnörkellos und ehrlich!“
(byteFM)

„(…) 206 ist ein echter Geheimtip!“
(Rote Raupe)

„(…) 206 waren richtig gut: wild, voller Hass, gute Texte, gute Musik und ein total charismatischer Frontmann…“
(undertube.de)

„…Blicke voller Gram und rauhes Singen/Schreien, das von Wut, Verzweiflung und Entsetzen herrührt – ohne dabei rührselig und plakativ zu werden.
206 begeisterten und nahmen mit – definitiv.“
(mainstage.de)

“zwei an der schläfe
drei auf dem arm
mehr als zwanzig am kaputten fahrrad
fünfzig auf den platten
und innen viermal so viel weil
immer wenn alles okay scheint
gibt es wieder eine reingedrückt
immer wenn alles okay scheint
kriegst du wieder eine reingedrückt
du denkst:
du bist on the top
und dann
ist alles wieder weg
aber auch alles wieder offen
und nur so dreht sichs weiter
kratzer to the top”
206: kratzer to the top)


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